Urlauberseelsorge auf den ostfriesischen Inseln

Urlauberseelsorge auf den ostfriesischen Inseln

Als Urlauberseelsorger auf den ostfriesischen Inseln

Zum Bistum Osnabrück gehören mit Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog und Spiekeroog sechs der sieben ostfriesischen Inseln. Alle sind angewiesen auf Priester und Laien, die als „Seelsorger auf Zeit“ hier tätig werden.

Auf Baltrum und Spiekeroog werden neben Gastpriestern auch Gastküster eingesetzt. Als „Seelsorger auf Zeit“ geht es dabei nicht nur um den gottesdienstlichen Vertretungsdienst im herkömmlichen Sinn, sondern um die seelsorgliche Präsenz in einer Urlaubsregion, die je nach Absprachen gemeinsam von Priestern und Laien (hier meist Gastküster genannt) angeboten wird. Dabei sind die Gastpriester und -küster selbst Urlauber, die auf der Insel Ferien machen und sich zugleich in begrenztem Maß anderen Urlaubern als Seelsorger zur Verfügung stellen.

Was gehört zum Dienst als Gastpriester?

  • die Feier der Vorabend- und Sonntagsmesse sowie der Werktagsgottesdienste
  • grundsätzliche Bereitschaft zum seelsorglichen Gespräch
  • bei Anfrage Spendung von Sakramenten
  • Mitarbeit bei Angeboten der Urlauberseelsorge in Absprache mit den Mitarbeiter/-innen der „Seelsorge am Meer“

Was gehört zum Dienst als Gastküster?

  • Vor- und Nachbereitung der Gottesdienste
  • Mitsorge um die Sauberkeit und Instandhaltung der Gastwohnungen und Anlagen
  • Mitarbeit bei Angeboten der Urlauberseelsorge in Absprache mit den Mitarbeiter/-innen der „Seelsorge am Meer“

Die Urlauberseelsorger des Bistums Osnabrück von der sogenannten Seelsorge am Meer verantworten und koordinieren eigene Programme mit Vortrags- und Gesprächsabenden, Konzerten, Ausstellungen, spirituellen Angeboten etc. Die Gastpriester und Gastküster sind wegen der besonderen örtlichen Gegebenheiten und ihrer Präsenz vor Ort für die „Seelsorge am Meer“ wichtige Ansprech- und Kooperationspartner vor Ort.

Sie finden auf unseren Inseln eine einzigartige pastorale Situation vor, die durch den ständigen Wechsel der Urlaubergemeinde eine hohe Dynamik, Kreativität und Flexibilität verlangt, spürbar wird das konkret in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste, in den Lektoren- und Kommunionhelferdiensten.

Die Menschen, die in ihrem Urlaub Begegnungsräume mit Gott suchen, sind oft kirchennah, aber ebenso oft kirchenfern. Hier kreativ und spontan mit Situationen umgehen zu können ist spannend, aber manchmal eben auch eine hohe Anforderung. Als ständige Urlauberseelsorger und Urlauberseelsorgerinnen erleben wir in der Beteiligung vieler Menschen immer wieder eine große Bereicherung und hören diese Rückmeldung auch von zahlreichen Gastseelsorgern.